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Lebenslinien chords by Michme

  • A

  • C#m

    4
  • F#sus4

    2
  • F#m

    2
  • D

  • Bm

    2
  • G

  • F#

    2
  • F#aug

    2
  • Em

Intro 1
A
C#m
F#sus4
F#m
D
A
16 .01
Verse 1
.45 und
C#m
A
tausend Löcher waren immer noch die Stadt
F#m
Ein Mädchen wird Mutter,
D
obwohl alles verbrennt
A
Ich hab's im Tagebuch gelesen,
dass mir ein Enkel gegeben hat
F#m
Sie schreibt von Lachen und Liebe,
D
obwohl eigentlich alles gefehlt hat
Bm
Und ich lese die Geschichten
D
G
und halt kurz mit allem an.
Bm
Ich versuch zu erfüllen,
D
G
was man sich nicht vorstellen kann.
D
Bm
D
Und das sind die Lebenslinien,
G
sind Geschichten dieser Stadt.
D
Bm
Und auch das
A
D
sind Lebenslinien .
Bm
D
Trage schön oder hart
Bm
und ich verfolg die Lebensli
D
G
nien.
Bm
D
A
F#m
Versuch die Zeit mal anzufassen,
G
D
A
D
G
dich nie gesehen hab
Bm
D
G
D
G
Am 1. Januar 1945 um
19 Uhr
kam ein gesundes,
A
Bm
lebensfrisches Neujahrsmädel an.
Der Name Heidrun gefiel uns
so sehr.
Und weil sie dunkle Augen
G
und schwarzes Haar hatte,
A
passte der Name Ilona gut zu ihr.
D
So nennen wir dich, Heidrun Ilona.
G
Der 16. Januar
brachte eine große Wende für uns.
A
Schon am Mittag ertönte die Sirene
D
Bm
und es erfolgte ein Angriff
auf Magdeburg.
Die Bomben fielen auch bei uns
D
in unmittelbarer Nähe.
F#
Ein Heulen,
G
Pfeifen und Krachen setzte ein.
D
Die Erde erbebte und wir glaubten,
F#aug
Bm
jeden Mo ment ereilt uns das Schicksal.
G
Das Licht ging aus.
So mussten wir im Dunkeln
D
alles um uns geschehen lassen.
G
Jetzt sahen wir durch den schmalen Fensterspalt,
dass die Straßen taghell erleuchtet
waren.
Bm
Ununterbrochen prasselten die Bomben.
G
Aber tapfer haben wir im Keller
D
alles über uns ergehen lassen.
F#aug
Bm
Jetzt ein Krachen,
G
als ob unser Haus einstürzen wollte.
D
Da fing auch unser kleines Mädel an zu weinen,
als ob sie merkte, was geschehen
A
Em
wa r.
D
Bm
A
Das sind die Lebenslinien,
G
Geschichten dieser Stadt.
D
Bm
A
G
Ich verfolge die Lebenslinien.
D
Bm
A
D
A
17. Januar.
Bm
Mit Heidrun im Körbchen
zogen wir am nächsten Tag
A
D
bei eisiger Kälte von Olvenstedt
G
zum Bukauer Bahnhof.
Bei großer Anstrengung
mussten wir diesen Weg drei Stunden,
Bm
zum Teil noch durch die brennen
den Straßen gehen.
A
Am 9. Mai
mussten wir bedingungslos
kapitulieren,
G
um nicht noch mehr einem Chaos entgegenzugehen.
Nach jahrelanger Gefahr
D
wa ren wir nun doch froh,
endlich die ersehnte Ruhe
zu bekommen.
A
Sommer 1945.
Wir unternahmen
Bm
herrliche Spaziergänge
und freuten uns sehr über unseren kleinen Sprössling,
der Wuchs und Gedi.
N/A
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