Ankomme, Freitag Den 13. chords by Reinhard Mey
Verse 1
D
A
D
Sie haben das Signal erkannt.
Sie wissen ja, die Jäger sind ein etwas schräges Volk,
um nicht zu sagen, sie haben alle einen Sockenschuss und deswegen
haben sie auch für diese ganzen Musikstücke,
die sie einspielen,
haben sie auch immer Titel.
Da gibt es einen,
A
der hat mich besonders verdrossen,
D
der heißt Sau Tod
und darum möchte ich im Gegenzug dazu
dieses Signal nennen,
Sau lebt. Es lebe die Sau!
A
So ist das richtig!
D
Auf Schlosshohenhecke
zu Niederland,
A
es hat soeben getagt.
D
Bleibt frei, Herr Bodo,
wie jedes Jahr,
A
D
zur Diplomatenjagd. Durch Felder
G
D
und Auen auf fahrige Saunen,
Wiesen und Büschen den
G
D
Hirsch zu erwischen.
Den hat Freiherr Bodo für teures Geld
A
am Vorabend selber hier
D
A
D
aufgestellt.
A
D
Schon bricht es herein in Wald und in Flur,
das diplomatische Chor.
A
D
Die Ritter vom Orden der Konjunktur,
A
zwei Generäle zuvor.
D
Bei Hörnerquinten mit Prügeln
und Flinten
Es folgt mit Furore ein Monsignore
Selbst den klapprigen Anhern
G
D
von Kieselknirsch
Trägt man mit der Bahre
A
D
A
mit auf die Pirsch
D
Es knallen die Büchsen, ein Pulverblitz
Es quallen die Böchsen,
ein Pulverblitz,
A
es wird soeben gesagt,
D
dass Generalleutnant von Zilzewitz
A
den Verlust seines Dackels beklagt. Der
D
At tachemeringer legt einen Heren
den tiefgefroren die Kugel durchbohren.
Noch ein Frischhaltebeutel,
das sei unerhört,
ein Keile ergibt sich vom Lärm
A
D
A
D
ganz verstört.
A
D
A
Bewegt sich dort etwas am Waldesrand,
D
A
der Armherr sieht nicht mehr recht.
D
Es kriegt kurzerhand eins übergebrannt,
A
D
A
denn schießen kann er nicht schlecht.
D
Ja, ganz ohne Zweifel,
G
D
er schießt wie der Teufel,
man trägt ihn ganz leise,
bis dicht an die Schneise.
Es knallen die Büchsen,
G
D
es prasselt das Schrot,
so findet der Außenminister den Tod.
A
D
Brrrr!
A
D
Als der Ahnherr daraufhin noch
Als der Ahnherr daraufhin noch weitmals heit schreit,
A
sind alle peinlichst berührt.
D
Ihm wird ein Protestscheiben überreicht,
A
besonders scharf formuliert,
D
doch muss man dem Alten zugutehalten,
dass war bei Hubertus
ein prächtiger Blattschuss
und dass er das Wort Diplomatenjagd
nur etwas zu wörtlich genommen hat.
A
Brr, brr, brr, brr, brr, brr, brr.
D
Brr, brr, brr, brr, brr, brr, brr. brr,
A
brr. Entschuldigung.
D
Ich warte hier die ganze Zeit.
Die Nacht bricht herein
und schloss Hohenheck.
A
Gebetet ein friedliches Bild.
D
Der Monsignore segnet die Strecke
A
D
von leblosem Greisenwild. Schon fast vergessen,
will doch keiner essen,
Die Veteranen,
G
D
die Zellen versahnen,
Die Ente mit Rheuma,
G
D
den Keiler mit Asthma,
Die Jagd wird begossen und dann wird beschlossen,
G
D
Der Krempel wird, weil man hier großzügig denkt,
Dem nächsten Armenhaus
geschenkt.
So wird auch den Ärmsten
G
D
der Segen zuteil,
A
D
A
D
A
D
Es lebe das weit, weit, dreimal Weidmannsheil.
Ihr erinnert euch,
ich darf mir heute Abend alles erlauben.
Das will ich ausnutzen und
mir einen Wunsch erfüllen.
Ich singe jetzt ein Lied
mit einem A Cappella
-Karaoke -Teil »Gestresst«.
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